Zwanghafte Redozierung

Eine zwanghafte Redozierung (auch zwanghaftes Nachlegen, englisch „Compulsive redosing„) ist definiert als die Erfahrung eines starken und schwer zu widerstehenden Dranges, eine psychoaktive Substanz kontinuierlich zu redosieren, um die subjektiven Wirkungen, die sie hervorruft, zu verstärken oder aufrechtzuerhalten.

Dieser Effekt tritt mit erheblich größerer Wahrscheinlichkeit ein, wenn der Anwender einen großen Vorrat der betreffenden Substanz in seinem Besitz hat. Sie kann teilweise vermieden werden, indem man Dosierungen im Voraus abwägt, das restliche Material nicht in Sichtweite hält, Selbstkontrolle ausübt und die Substanz einer vertrauenswürdigen Person gibt, die sie so lange aufbewahrt, bis sie sie für sicher hält, zurückzukehren.

Eine zwanghafte Rededosierung geht oft mit anderen koinzidierenden Effekten wie kognitiver Euphorie, körperlicher Euphorie oder Angstunterdrückung einher, neben anderen Effekten, die die Klarheit der eigenen Entscheidungsprozesse hemmen, wie z.B. Enthemmung, Motivationssteigerung und Aufblähung des Egos. Sie wird am häufigsten unter dem Einfluss moderater Dosierungen einer Vielzahl von Verbindungen wie Opioiden, Stimulanzien, GABAergen und Entactogenen induziert, kann aber in geringerem Umfang auch unter dem Einfluss von Dissoziativen und Cannabinoiden auftreten.

Drogen, die diese Wirkung auslösen können:


Große Teile dieses Artikels sind direkte Übersetzungen aus dem PsychonautsWiki.

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