Zuletzt aktualisiert am 9. Oktober 2022

Bei der Dosierung von Ketamin kommt es, abseits von Person & Setting, zum einen auf eure Konsumform an, zum anderen was ihr von dem Trip erwartet und zuletzt ob es sich bei eurem Ketamin um S-Ketamin handelt.

Beim ersten Mal Ketamin empfiehlt es sich niedriger zu dosieren. Bedenkt, dass man kann immer noch nachlegen kann. Achtet aber auf die Toleranz von Ketamin, die sich nur sehr langsam abbaut.

Da man beim ersten Mal noch keine Toleranz hat, reichen 20mg (0,02g auf eurer Feinwaage) nasal völlig aus um eine Wirkung zu verspüren. Im Internet liest man oft von Dosierungen, die bis zu 150mg reichen, diese werden euch aber ziemlich sicher ins K-Hole befördern.  Vorallem wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr S-Ketamin oder „normales“ Ketamin habt, würde ich mich langsam an die optimale und gewünschte Dosierung rantasten. S-Ketamin wirkt doppelt so stark wie Ketamin!

Die Wirkung von Ketamin

In geringen Dosierungen wirkt Ketamin berauschend und euphorisierend, ähnlich dem Zustand wie wenn man leicht betrunken ist oder zu hoch LSD-Mikrodosiert hat. Dies wird, anders als bei LSD, oft als sehr angenehm empfunden. Hier kommt es aber auch auf das passende Setting drauf an. Ketamin ist, anders als oft vermutet und gesagt, keine Partydroge! Achtet auf eine vertraute und angehnehme Umgebung. Konsumiert nicht, schon gar nicht in höheren Dosierungen, in Clubs. Auch sollte immer ein (nüchterner) Tripsichter dabei sein, der auf euch aufpasst, damit ihr nicht erstickt, euch verschluckt oder noch schlimmeres passiert und im Notfall den Notarzt (112) rufen kann.

Weiterhin machen sich gefühle der Schwerelosigkeit und ein Leichtigkeitsgefühl breit, Raum-Zeit-Empfinden und weitere Sinneswahrnehmungen verändern sich. (Kleine) Schmerzen lassen sich nicht mehr spüren, was die Chance sich unbemerkt schwer zu verletzen erhöht. Musik wird verzerrt wahrgenommen und Geschmacks- und Geruchssinn sind eingeschränkt.

Bei hohen Ketamin-Dosierungen ist die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt, oft liegt man einfach nur auf dem Boden oder Bett und fühlt sich als würde man dort versinken. Halluzinationen treten auf (nicht vergleichbar mit denen von Pilzen und LSD). Je höher die Ketamin-Dosierung, desto größer ist die Chance mehr und mehr mit der Umwelt zu verschmelzen (ähnlich wie mit meinem Beispiel mit dem Bett) und es kann zur Loslösung vom eigenen Körper bzw. des eigenen „Ichs“ kommen (Ego-Death).

Dosiert man noch höher, kommt man ins K-Hole, inklusive Nahtoderfahrungen. Super.

Die optimale Dosierung beim ersten Mal Ketamin

Wie dosiert man als nun optimal, damit man einen angenehmen ersten Rausch hat, ohne direkt ins K-Hole zu fallen? Ich hab‘ eine kleine Tabelle erstellt, die hoffentlich als gute Übersicht dient:

Konsumform Dosierung Wirkungseintritt
Geschnupft 20-50mg (0,02-0,05g) Nach 5-10 Minuten
Geschluckt 220-250mg (0,22-0,25g) Nach 15-20 Minuten
Gespritzt (intramuskulär, also in den Muskel oder intravenös, in die Vene) 40-70mg (0,04-0,07g) Intramuskulär nach 2-5 Minuten

Risiken und Nebenwirkungen

  • Bewegung und Kommunikation kann stark eingeschränkt sein, Gedanken können abreißen (Faden geht verloren), Emotionen und Rededrang nehmen ab
  • Bruchstückhafte Auflösung  bzw Verschmelzung (mit) der Umwelt, je höher die Ketamin-Dosierung, desto stärker ist die Trennung der Psyche vom Körper
  • Partielle oder vollständige Schmerzunempfindlichkeit, es besteht enorme Verletzungsgefahr, da man die Verletzungen bzw. Schmerzen erst spürt, wenn der Trip nachlässt
  • Schwächeempfinden, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwindel, Zittern, Stottern, erhöhter Puls und Blutdruck, Herzrhythmussörungen
  • Bei höheren Ketamin-Dosierungen Lähmungserscheinungen, Muskelsteifheit und Narkose
  • Bei sehr hohen Ketamin-Dosierungen epileptische Anfälle bis hin zu Koma! Zudem besteht die Gefahr das Gewebe seiner Blase zu zerstören, die Folgen sind, dass man Blut pinkelt und seine Blase zerstört.
  • Sehr schnelle Toleranzbildung, nach mehrmaligem Konsum innerhalb kurzer Zeit
  • Ketamin kann psychisch abhängig machen
  • Chronischer Gebrauch kann zu depressiven Verstimmungen und Angstzuständen führen
  • Bereits geringe Ketamin-Dosierungen können Funktionsstörungen im Gehirn verursachen, die für Gedächtnis, Lernen und Wahrnehmung verantwortlich sind, je öfter der Konsum und je höher die einzelnen Dosierungen, desto stärker werden diese Störungen
  • Nahtoderfahrungen, Albtraum-Halluzinationen, Tunnel-Visionen, Blackouts, Außerkörperliche-Erfahrungen und Gedächtnisverlust können auftreten (K-Hole)
  • Alkohol und Beruhigungsmittel vermeiden, da diese die K-Hole-Chance erhöhen
  • Essen und Trinken, sowie Baden/Schwimmen während dem Keta-Rausch vermeiden, es besteht Erstickungsgefahr bzw. die Möglichkeit zu ertrinken!
Symptome einer Überdosierung:
Kommt es zu plötzlicher Bewusstlosigkeit, Lähmungen, Krampfanfälle und Koma ist sofort der Notarzt (112) zu rufen. Achtung Lebensgefahr!
Im Zweifelsfall immer den Notarzt rufen (112)!

Lest vor dem Konsum unbedingt die Safer-Use-Regeln


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