Zuletzt aktualisiert am 13. August 2022

3-MeO-PCMo (4-[1-(3-Methoxyphenyl)cyclohexyl]morpholin) ist ein neues Morpholin-Analogon von 3-MeO-PCP. Es ist ein dissoziativer NMDA-Rezeptor-Antagonist, Sigma-Rezeptor-Agonist und Narkosemittel aus der chemischen Klasse der Arylcyclohexylamine mit einer Potenz von weniger als 1/10 derjenigen von 3-MeO-PCP.

Diese Substanz löst bei Einnahme einen Zustand aus, der als „dissoziative Anästhesie“ bezeichnet wird, und wird daher als Freizeitdroge verwendet. 3-MeO-PCMo ist in letzter Zeit im Internet leicht zugänglich geworden, wo es als Designerdroge verkauft wird.

Obwohl sehr wenig über diese Substanz bekannt ist, wurden ähnliche Morpholin-Analoga von Phencyclidin bereits erforscht.

Chemie

3-MeO-PCMo, oder 4-[1-(3-Methoxyphenyl)cyclohexyl]morpholin, wird als Arylcyclohexylamin-Droge klassifiziert. Ayrlcyclohexylamin-Arzneimittel werden nach ihren Strukturen benannt, die einen Cyclohexanring, der an einen aromatischen Ring gebunden ist, zusammen mit einer Amingruppe an der gleichen Stelle enthalten. Der Arylsubstituent von 3-MeO-PCMo ist ein Phenylring mit einem Methoxy (CH3-O-)-Substituenten an R3, der an einen sechsgliedrigen Cyclohexylring gebunden ist. An der gleichen Stelle am Cyclohexylring gebunden ist R1 eine Amingruppe, die als R4 in einen Morpholinring eingebaut ist.

Morpholin ist ein sechsgliedriger heterocyclischer Ring mit einem Sauerstoffsubstituenten an R1. 3-MeO-PCMo ist ein Morpholin-Analogon zu 3-MeO-PCP, dem ein Sauerstoffteil in seinem sechsgliedrigen Aminring fehlt (ein Piperidinring anstelle eines Morpholinrings).

Pharmakologie

Aufgrund der mangelnden Erforschung der Substanz basieren alle Diskussionen zur Pharmakologie rein auf der Struktur und den subjektiven Wirkungsähnlichkeiten zu anderen Arylcyclohexylamin-Dissoziativen wie 3-MeO-PCP, PCP und MXE. Vor diesem Hintergrund wird angenommen, dass 3-Meo-PCMo als NMDA-Rezeptor-Antagonist wirkt. NMDA-Rezeptoren ermöglichen die Weiterleitung von elektrischen Signalen zwischen Neuronen im Gehirn und der Wirbelsäule; damit die Signale weitergeleitet werden können, muss der Rezeptor geöffnet sein. Dissoziative schließen die NMDA-Rezeptoren, indem sie sie blockieren. Diese Unterbrechung der Verbindung zwischen den Neuronen führt zum Verlust des Gefühls, zu Schwierigkeiten bei der Bewegung und schließlich zum „K-Loch“ dieser Substanz.

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?
[Insgesamt: 0 Durchschnittlich: 0]
%d Bloggern gefällt das: