Zuletzt aktualisiert am 9. Oktober 2022

Warnung: Die Einnahme von 25I-NBOMe kann, im Gegensatz zu LSD, tödlich sein (bereits bei Dosierungen von 4mg)! Zudem ist sie eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz illegale Substanz. Ich ermutige oder dulde den Gebrauch dieser Substanz nicht. Man sollte aber akzeptieren, dass illegaler Drogenkonsum vorkommt und dass es für die Sicherheit der Menschen unerlässlich ist, verantwortungsvolle Informationen zur Schadensminderung anzubieten. Aus diesem Grund soll dieser Leitfaden die Sicherheit derjenigen gewährleisten, die sich für den Gebrauch dieser Substanz entscheiden.

25I-NBOMe zählt zu den neuen psychoaktiven Substanzen (NPS, auch u.a. unter dem Namen „Research Chemicals“ oder „Designerdrogen“ bekannt). Dadurch gibt es bisher kaum bis wenige Informationen bezüglich der richtigen Dosierung und der jeweiligen Wirkung auf den Körper und Geist.

Überblick

25I-NBOMe (oder 2C-I-NBOMe, NBOMe-2C-I, Cimbi-5, N-Bomb) ist eine psychedelische Substanz und gehört zu der Gruppe der Phenethylamine und Phenolether. Die Wirkung wird mit der von LSD beschrieben, nur mit einer unangenehmeren Körperbelastung und stärkeren Visuals. Aufgrund der Tatsache, dass 25I sehr billig zu produzieren ist findet die Substanz eine starke Verbreitung und wird oft als LSD verkauft. Das stellt ein hohes Risiko da, da 25I schon bei mittleren Dosierungen zu Todesfällen führen kann.

Einnahme und Dosierung

Warnung: Starte immer mit einer niedrigeren Dosierung, da man sich nie sicher sein kann, wie viel Mikrogramm die Blotter genau enthalten und die Wirkung je nach Körpergewicht, Toleranz, Stoffwechsel und persönlicher Empfindlichkeit varrieren kann. Dies ist bei einer potenziell Tödlichen Substanz wie 25I-NBOMe enorm wichtig!

Sublingual (unter der Zunge):

Leichte Dosierung: 200µg bis 500µg

Mittlere Dosierung: 500µg bis 700µg

Starke Dosierung (tödlich): 700µg bis 1000µg+

Geschnupft:

Leichte Dosierung: 200µg bis 500µg

Mittlere Dosierung: 500µg bis 700µg+

Quelle: PsychonautWiki

Wirkungsdauer

Die Wirkung setzt sublingual nach 15 bis 120 (!) Minuten ein, geschnupft nach 5 bis 60 Minuten und dauert sublingual 6-10 Stunden und geschnupft 4-6 Stunden.

Quelle.

Wirkung

Körperliche Wirkungen:

Euphorie (auch sporadische Euphorieausbrüche), Stimulierend, Emphathie, Ich-Erkenntnis, Zähneknirschen (vergleichbar mit MDMA), Schwerelosigkeitsgefühl, Kribbeln, Taubheitsgefühl von Mund und Zunge, starker unangenehmer metallisch-chemischer Geschmack im Mund (bei sublingualer Einnahme, kann bis zu eine Stunde anhalten), Übelkeit gefolgt von Erbrechen (wird als nicht so schlimm wie bei Psilocin, 2C-E und 2C-I beschrieben), Unterdrückung der Temperaturregulierung, Erhöhte Körpertemperatur, Anormaler Herzschlag, Erhöhte Herzfrequenz, Erhöhter Blutdruck, Muskelkontraktionen, Muskelkrämpfe, Muskelspannung, Geschmackshalluzinationen, Vasokonstriktion, Unterdrückung des Hungergefühls, Magenkrämpfe, Dehydrierung, Trockener Mund, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Häufiger Harndrang, Unruhige Beine, Pupillenerweiterung, Kopfschmerzen, Krämpfe

Kognitive Wirkungen:

Die kognitive Wirkung von 25I-NBOMe wird bei vielen als leicht bis moderat angesehen im Gegensatz zu anderen psychoaktiven Substanzen. So berichten User, dass sie überraschend klar bei Verstand waren und ihre Gedankengänge der Normalität entsprechen. Bei hohen Dosierungen aber treten jedoch starke bis überwältigende kognitive Veränderungen auf, die zu Verwirrtheitszuständen, Amnesie und allgemeiner sensorischer Überlastung führen können. Zu den auffälligsten dieser kognitiven Wirkungen gehören im Allgemeinen: 

Analyseverbesserung (nur bei niedrigen Dosierungen), Gedankenbeschleunigung (bei höheren Dosierung Gedankenverlangsamung), Im Gegenzug zu anderen psychoaktiven Substanzen milderes konzeptuelles Denken, leichter auftretende Angst und Paranoia als bei anderen Substanzen, Todesangst (vor allem beim runterkommen von höheren Dosierungen), vermehrtes Einfühlsvermögen, Zuneigung und Geselligkeit (nicht so stark oder tiefgreifend wie bei anderen Entaktogen wie MDMA oder 2C-B), Egotod/Ich-Auflösung, Schlechteres Erinnerungsvermögen bis zu Amnesie, Immersionsverbesserung, Erhöhte Wertschätzung, Faszination oder Bewunderung des Lebens, von Musik und der Umwelt, Erhöhte Libido, Zeitverzerrung, Erhöhte Wachsamkeit, Gesteigerter Sinn für Humor, Emotionssteigerung, Lachflashs

Quelle: PsychonautWiki

Unterschied zu LSD

Der größte Unterschied zwischen 25I-NBOMe und LSD ist der, dass eine Überdosierung von LSD dich im Gegensatz zu 25I nicht töten kann. 25I schon. Das ist besonders gefährlich, wenn 25I als LSD verkauft wird. Berichten zufolge können schon zwei oder mehr Blotter tödlich sein.

Ansonsten wird die Wirkung als viel stärker als LSD beschrieben, ähnlich als würde man sich dauerhaft auf dem Höhepunkt (Peak) befinden. Auch mehr „Optics“ werden gesehen. Dafür soll der mentale Aspekt vermindert sein.

Toleranz

Vollständige Toleranz: Fast unmittelbar nach der Einnahme

Halb: Nach einer Woche

Keine: Nach zwei Wochen

Gefährliche Wechselwirkungen

2C-T-X: Die 2C-T-X-Phenethylamine können in ihren Wechselwirkungen unvorhersehbar sein, und es ist bekannt, dass NBOMs selbst nicht vorhersehbar sind. Folglich sollte diese Kombination vermieden werden.

5-MeO-xxt: Die 5-MeO-Tryptamine können in ihren Wechselwirkungen unvorhersehbar sein, und es ist bekannt, dass NBOMs selbst nicht vorhersehbar sind. Folglich sollte diese Kombination vermieden werden.

Amphetaminen: In Kombination können sie zu Tachykardie, Bluthochdruck, Vasokonstriktion und in Extremfällen zu Herzversagen führen. Auch die anxiogenen und fokussierenden Effekte von Stimulanzien sind in Kombination mit Psychedelika nicht gut, da sie zu unangenehmen Gedankenschleifen führen können. Es ist bekannt, dass NBOMs Krampfanfälle verursachen, und Stimulanzien können dieses Risiko erhöhen.

aMT

Cathinon

Cannabis: Cannabis hat eine unerwartet starke und unvorhersehbare Synergie (Zusammenwirken) mit den Wirkungen von Psychedelika. Bei dieser Kombination ist Vorsicht geboten, da sie das Risiko unerwünschter psychischer Reaktionen wie Angstzustände, Paranoia, Panikattacken und Psychosen erheblich erhöhen kann. Den Konsumenten wird empfohlen, mit nur einem Bruchteil ihrer normalen Cannabisdosis zu beginnen und zwischen den Hits lange Pausen einzulegen, um eine Überdosierung zu vermeiden.

DOx

DXM

Koffein: Koffein kann die natürliche Stimulation von psychedelischen Substanzen erhöhen, was als unangenehm empfunden wird. Hohe Dosierungen können Angstzustände hervorrufen, mit denen während eines Trips schwer umgegangen werden kann.

Kokain: Kokain und NBOMes stimulierend beide erheblich. Wenn sie kombiniert werden, können sie zu einer schweren Vasokonstriktion, Tachykardie, Hypertonie und in extremen Fällen zu Herzversagen führen.

Lithium: Lithium wird häufig bei der Behandlung der bipolaren Störung verschrieben. Es gibt zahlreiche anekdotische Hinweise darauf, dass die Einnahme zusammen mit Psychedelika das Risiko von Psychosen und Anfällen signifikant erhöht. Folglich wird von dieser Kombination strikt abgeraten.

MAOIs: MAO-B-Hemmer können die Wirksamkeit und Dauer von Phenethylaminen unvorhersehbar erhöhen.

MDMA

MXE: Als NMDA-Antagonist potenziert MXE NBOMes, die unangenehm intensiv sein können.

Tramadol:  Tramadol senkt bekanntermaßen den Schwellenwert und zusammen mit NBOMs haben sie eine Tendenz zu schweren Anfällen gezeigt.

 

Große Teile dieses Artikels sind direkte Übersetzungen aus dem PsychonautsWiki.

Ich berufe mich dabei auf die Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0 des Wikis, weshalb dieser Artikel auch darunter fällt.

 

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