Spontane taktile Empfindungen

Spontane taktile Empfindungen sind die Erfahrung von Empfindungen am ganzen Körper, die ohne offensichtlichen oder unmittelbaren physischen Auslöser auftreten. Dies führt zu Gefühlen von scheinbar zufälligen, aber deutlichen Kribbelgefühlen, die über die Haut und im Körper auftreten. Je nach der konsumierten psychoaktiven Substanz unterscheiden sich diese Empfindungen stark in ihrem Empfindungsstil. Dieser Effekt kann sich in den drei unten beschriebenen Intensitätsstufen manifestieren:

  • Mild – Auf der untersten Stufe kann die Empfindung als subtiles und flüchtiges Kribbeln im ganzen Körper beschrieben werden. Diese Empfindungen beeinträchtigen die physische motorische Kontrolle nicht und können im Wesentlichen ignoriert werden, wenn man dies wünscht.
  • Deutlich – Auf dieser Ebene wird es sehr schwierig, die Empfindung zu ignorieren. Sie kann als ausgeprägtes Kribbeln beschrieben werden, das intensiv genug ist, um die motorische Kontrolle einer Person teilweise zu beeinträchtigen und als eine erhebliche Ablenkung zu wirken, die die Konzentration beeinträchtigt.
  • Überwältigend – Auf der höchsten Ebene nehmen die Kribbelgefühle so stark zu, dass sie zu einem starken, unkontrollierbaren Fokuspunkt der Aufmerksamkeit der Person werden. Dies kann sich völlig überwältigend anfühlen und die motorische Kontrolle einer Person stark beeinträchtigen, so dass sie entweder liegen oder sitzen bleibt und aufgrund der allumfassenden Empfindungen nicht in der Lage ist, aufzustehen.

Spontane taktile Empfindungen werden oft von anderen Effekten wie taktiler Verstärkung und körperlicher Euphorie begleitet. Sie werden am häufigsten unter dem Einfluss moderater Dosen psychedelischer Substanzen wie LSD, Psilocybin und Meskalin ausgelöst. Sie können jedoch auch unter dem Einfluss von Stimulanzien, Cannabinoiden und Dissoziantien auftreten.

Variationen

Die spezifischen Unterschiede zwischen den einzelnen möglichen Stilen der spontanen Körperempfindung lassen sich in die folgenden Varianten unterteilen:

  • Bewegung vs. BewegungslosigkeitSpontane körperliche Empfindungen bewegen sich entweder an verschiedenen Körperteilen auf und ab in verschiedene Richtungen oder sie bleiben still und konsistent in ihrer Position.
  • Konstant vs. Spontan Spontane körperliche Empfindungen sind entweder während eines signifikanten Teils der Erfahrung ständig präsent oder sie manifestieren sich spontan und vorübergehend an zufälligen Punkten für unterschiedlich lange Zeit.
  • Scharf vs. Weich Spontane körperliche Empfindungen werden entweder als scharf, kalt und elektrisch oder als weich, warm und sanft empfunden.
  • Allumfassend vs. ortsspezifischSpontane körperliche Empfindungen können entweder auf jedem Quadratzentimeter der Haut gleichmäßig verteilt oder an ganz bestimmten Stellen wie den Enden der Finger und Zehen, auf und ab der Wirbelsäule oder im gesamten Kopf wahrgenommen werden.
  • Euphorisch vs. Dysphorisch – Bei entsprechend hohen Dosierungen können spontane Körperempfindungen entweder als angenehm zu erleben interpretiert werden oder sie können sich in die entgegengesetzte Richtung manifestieren und unangenehm zu erleben sein.

Drogen, die diese Wirkung auslösen können:


Große Teile dieses Artikels sind direkte Übersetzungen aus dem PsychonautsWiki.

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