Physikalische Diskonnektion

Physikalische Diskonnektion (auch Taktile Abkopplung oder Körperliche Abschaltung, englisch Physical disconnection) ist die Erfahrung, sich vom eigenen Tastsinn und dem Gefühl des Besitzes und der Kontrolle über den eigenen physischen Körper distanziert und losgelöst zu fühlen. Dies führt zu Zuständen wie taktiler Unterdrückung, körperlicher Autonomie, Schmerzlinderung, Veränderungen in der gefühlten Körperform, einer Wahrnehmung von körperlicher Leichtigkeit und einer allgemeinen Reihe von körperlichen Unterdrückungen. Das Erleben dieser Wirkung kann auch eine breite Palette von subjektiven Veränderungen in der Wahrnehmung des eigenen Körpers hervorrufen. Diese sind in der folgenden Liste beschrieben und dokumentiert:

  • Gefühl, als ob der eigene Körper nicht der eigene wäre
  • Gefühl, als ob der eigene Körper sich selbst kontrolliert
  • Gefühl, als ob der eigene Körper weit weg und entfernt ist
  • Gefühl, als ob die eigene Körperbewegung mechanisch und roboterhaft ist
  • Das Gefühl, dass die Fähigkeit, die Feinmotorik zu kontrollieren, abnimmt
  • Die Fähigkeit, den Tastsinn zu benutzen und wahrzunehmen, nimmt ab.

Die physikalische Diskonnektion wird oft von anderen zeitgleichen Effekten begleitet, wie z.B. der kognitiven Abschaltung und der visuellen Abschaltung, so dass man das Gefühl hat, sich teilweise oder ganz von seinen sensorischen und kognitiven Fähigkeiten zu lösen. Dieser Effekt wird am häufigsten unter dem Einfluss moderater Dosen von depressiven und dissoziativen Substanzen wie Ketamin, PCP und DXM hervorgerufen.

Drogen, die diese Wirkung auslösen können:


Große Teile dieses Artikels sind direkte Übersetzungen aus dem PsychonautsWiki.

Ich berufe mich dabei auf die Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0 des Wikis, weshalb dieser Artikel auch darunter fällt.

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