Persönliche Bedeutungserweiterung

Persönliche Bedeutungserweiterung (Personal meaning enhancement auch bekannt als aberrante Salienz bzw. aberrant salience) ist definiert als das Erleben eines beträchtlich gesteigerten Gefühls persönlicher Bedeutung, das harmlosen Situationen und Zufällen zugeschrieben wird. [1][2][3][4][5]Triviale Beobachtungen, die normalerweise nicht bemerkt werden, können als zusammenhängend erscheinen, und ein subjektiver Zustand, in dem man „Lösungen sieht„, kann sich zu einem Zustand entwickeln, in dem man Probleme sieht, und schließlich zu einer vollwertigen paranoiden Psychose führen.[6]

Zum Beispiel kann man das Gefühl haben, dass der Text eines Liedes oder Ereignisse in einem Film direkt mit dem eigenen Leben in einer bedeutungsvollen und eindeutigen Weise zusammenhängen, die man normalerweise im nüchternen Alltag nicht empfindet. Dieses Gefühl kann auch dann noch auftreten, wenn rational nachvollziehbar ist, dass die äußeren Reize nicht wirklich einen so direkten Bezug zu der Person haben, die sie erlebt.

In seiner höchsten Ausprägung tritt dieser Effekt oft in Synergie mit Wahnvorstellungen auf, was dazu führen kann, dass eine Person wirklich glaubt, dass harmlose Ereignisse in direktem Zusammenhang mit ihr stehen.[1] Zum Beispiel kann jemand anfangen zu glauben, dass die Handlung eines Films über sein Leben handelt oder dass ein Lied für ihn geschrieben wurde. Dieses Phänomen ist in der Psychiatrie gut bekannt und wird gemeinhin als Beziehungswahn oder Bezugswahn [7][8] bezeichnet.

Persönliche Bedeutungserweiterung wird am häufigsten unter dem Einfluss moderater Dosen halluzinogener Substanzen, wie Psychedelika,[2][3]Dissoziativa,[1] Cannabinoiden,[5] und Delirantien induziert. Sie kann jedoch auch unter dem Einfluss von Schlafentzug und stimulierenden Psychosen auftreten.[6]

Drogen, die diese Wirkung auslösen können:

Große Teile dieses Artikels sind direkte Übersetzungen aus dem PsychonautsWiki.

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