Zuletzt aktualisiert am 13. August 2022

Mexiko steht vor der Legalisierung von Cannabis. Der Senat von Mexiko (amtlich: Vereinigte Mexikanische Staaten, Senado de la Repùblica) stimmte am 20. November 2020 mit klarer Mehrheit von 82 zu 18 Stimmen für einen neuen Gesetzentwurft zur Regulierung des Marihuana-Konsums und -handels. Sieben Senatoren enthielten sich.

Nun steht nur noch das Unterhaus des Parlaments der neuen Gesetzgebung im Weg. Sollte das Abgeordenetenhaus ebenfalls den Änderungen zustimmen, wäre Mexiko nach Uruguay und Kanada der dritte Staat (und mit 130 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste), der den Freizeitkonsum von Marihuana erlauben würde.

Erwachsenen Bürgern wäre es dann möglich, bis zu 28 Gramm an Cannabisblützen zu besitzen, sowie das Züchten von bis zu vier Cannabispflanzen. Ebenso wäre der Kauf in zugelassenen Geschäften erlaubt. Privatunternehmen dürfen bis zu sechs Pflanzen züchten und die aus ihnen gewonnen Produkte zu verkaufen. Lediglich das Rauchen in der Öffentlichkeit sei untersagt.

Grund für die Gesetzesänderung sei ein Urteil des obersten Gerichts des Landes, das besagte, dass das 100 Jahre alte Gesetz das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit verletzte. Daraufhin wurde dem Kongress eine Frist bis zum 15. April diesen Jahres gegeben, ein entspreechende Gesetzesänderung zu verabschieden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde diese Frist bis zum 15. Dezember verlängert.

Ein weiterer oft genannter Grund ist auch, dass dieser Beschluss ein großer Schritt ist gegen das mächtige Drogenkartell in Mexiko.

Ein Wehmuttropfen hat das Ganze jedoch: Mexikanische Bürger, die Cannabis kaufen möchten, brauchen eine staatliche Lizenz.

Quellen:

https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-11/mexiko-legalisierung-cannabis-senat-gesetz

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