Zuletzt aktualisiert am 13. August 2022

Beschlossen wurde das Verbot schon lange, heute endet die Übergangsphase: Seit heute, dem 20. Mai. 2020 sind Menthol-Zigaretten in der ganzen Europäischen Union verboten.

Genauer gesagt existiert die Übergangsphase seit 2016, als das Gesetz als Teil der EU-Tabakrichtilinie beschlossen wurde. Eben jene Richtlinie besagte auch, dass zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Zigarettenschachteln und Drehtabakverpackungen für „Schockbilder“ und aufklärende Warnhinweise reserviert sein.

Dazu der Philosoph Glühwurm damals:

Glühwurm über Marlboro und Angela Merkel

Was ist so schlimm an Menthol-Zigaretten? 

Nach dieser vierjährigen Übergangsphase sind nun ab dem 20. Mai 2020 in allen EU-Staaten alle Zigaretten mit Aromen verboten. Als Gründe für dieses Verbot wird unter anderem die Tatsache genannt, dass die Aromen den Tabakgeschmack überdecken, Menschen in der Nähe soll somit nicht klar sein, dass die gerade Passivrauchen.

„Das größte Problem an dem Menthol ist, dass es eine kühlende und schmerzlindernde, leicht betäubende Wirkung hat“, sagt Katrin Schaller von der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg

Der normalerweise als kratzend empfundene Rauch sei somit leichter zu inhalieren – was den Einstieg für Jugendliche ins Rauchen leichter machen kann.

Alternativen für Menthol-Zigaretten

Was tun wenn man Menthol-Raucher war? Als das Gesetz 2014 beschlossen wurde lebte Altkanzler Helmut Schmidt noch, der bekannt war bis ans Ende seines Lebens zu Rauchen. Schmidt starb 2015 im Alter von 96 Jahren. So enstandt das Gerücht, er habe bereits vorgesorgt und sich einen Lebensvorrat an Menthol-Zigarreten besorgt.

Das wäre also durchaus eine Alternative, noch kann man sich bestimmt auch auf Ebay und Co. einen Vorrat beschaffen, sollten nicht bereits alle Angebote gelöscht worden sein.

Eine weitere Möglichkeit gibt es auch noch: Nicht von dem Verbot betroffen sind die Aromen für E-Zigaretten, wie Juul. Kautabak, wie das schwedische Skruf, sind ebenfalls nicht betroffen.

Und noch ein Tipp: Die Schweiz ist bekanntlich nicht in der EU, somit betrifft sie auch das Verbot recht wenig. Nur als Hinweis. 😉

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