Zuletzt aktualisiert am 13. August 2022 .

Warnung: Mischkonsum sollte generell immer vermieden werden. Es besteht Lebensgefahr! Die meisten Todesfälle durch Partydrogen sind auf Mischkonsum zurückzuführen! Besonders die Kombination von Kokain und Speed (Amphetamin) kann eine enorme Belastung für den Körper und insbesondere das Herz sein, wie wir im folgenden Artikel nun sehen werden. Falls man Mischkonsum betreiben möchte, sollte man sich auf weniger risikoreiche Kombinationen beschränken, zu der diese nicht gehört.

Einen Überblick über alle Mischformen und ihrem jeweiligen Risiko kann man sich hier verschaffen.

Was wird als Mischkonsum bezeichnet?

Beim Mischkonsum werden zwei verschiedene Substanzen innerhalb kurzer Zeit eingenommen. Diese Art des Konsums erfreut sich einer großen Beliebtheit, wer hat schließlich noch nie Alkohol getrunken und währendessen Tabak oder Cannabis geraucht? Wirkung, Risiken und Wechselwirkungen sind den meisten Menschen aber dabei gar nicht bewusst, besonders nicht bei chemischen und synthentischen Drogenkombinationen.  Die sich dabei entfaltenen Wirkungen sind dabei kaum einzuschätzen und hängen nicht zuletzt auch von der geistigen und psychischen Verfassung des Konsumenten ab. So können Gefahren und Probleme bei einem selbst auftreten, die bei dem Kumpel nicht anzufinden sind.

Man sollte sich immer vorher über die Risiken der Kombination informieren und sich fragen, was man sich vom Mischkonsum erhofft. So entspricht die Wirkung in der Regel nicht der Summe beider Einzelwirkungen, sondern potenzieren oder verstärken sichdie jeweiligen Effekte, je nach Substanz, mitunter erheblich. Neben einer extremen Belastung für den Körper, wird ein enormer Druck auf die Psyche ausgelöst.

Wie wirkt Kokain?

Die Wirkung von Kokain hängt von vielen innerlichen, wie äußerlichen Faktoren ab, nicht zuletzt natürlich auch von der Dosis und der Konsumform. Beim schnupfen setzt die Wirkung schon nach wenigen Minuten ein und hält zwischen 30 und 60 Minuten an. Wird Kokain gespritzt oder geraucht ist die Wirkung kürzer.

Positive Effekte:

  • Gesteigerte Aufmerksamkeit, Unruhe, Erregung, Drang nach Bewegung
  • Gesteigerter Rededrang (oft redet man schneller und unzusammenhängend)
  • Gesteigertes Selbstbewusstsein, Gefühl der Selbstüberschätzung und Leichtfertigkeit und dass nichts passieren kann (hohe Unfall- und Verletzungsgefahr)

Negative Effekte:

  • Verrengung der Blutgefäße (Herzinfarktgefahr)
  • Lokalanästhetische Wirkung (Betäubung auf z.B. Zunge oder dem Zahnfleisch)
  • Unterdrückung des Hunger-, Durst- und Schlafbedürfnisses
  • Angst und Wahnzustände bei erhöhter Dosis (Verfolungswahn)
  • Muskelkrämpfe oder Muskelzittern
  • Herzrasen, Herzrhythmusstörungen
  • Blutdruckprobleme, Zunahme der Atemfrequenz
  • Herzstillstand
  • Beim Runterkommen teils starke depressive Verstimmungen, Gereiztheit, Angstgefühle, Wunsch nach erneutem Konsum
  • Starker Gewichtsverlust
  • Dehydrierung (Flüssigkeitsmangel)
  • Harnverhalt (Schwierigkeiten zu Urinieren)

Die Wirkung von Speed

Speed wirkt aufputschend. Die Wirkung und Dauer sind Abhängig von der Dosierung, der Konsumhäufigkeit (Toleranz), der Person und dem Umfeld (Setting).

Eine durchschnittliche Dosis liegt zwischen 10-25mg. Bei nasaler Einnahme setzt die Wirkung nach ein paar Minuten ein und kann 6-12 Stunden anhalten. Bei oraler Einnahme dauert der Wirkungseintritt ca. 30 Minuten und wirkt länger.

Positive Effekte:

  • Steigerung der Konzentration und des Selbstbewusstseins
  • Verstärkter Rederang („Laberflash“) und Kontaktdrang
  • Müdigkeit wird verdrängt
  • Gefühle des Wohlbefindes, Gelassenheit und Zufriedenheit
  • Schmerzempfinden kann gedämpft oder unterdrückt sein

Negative Effekte:

  • Hunger- und Durstbedürfnis wird unterdrückt
  • Anstieg der Körpertemperatur, vorallem bei viel Bewegung (tanzen) oder an Orten mit großen Menschenmassen, wie Discotheken oder Festivals
  • Dehydrierung (Flüssigkeitsmangel)
  • Kieferschmerzen durch Knirschen und Verspannungen
  • Kopfschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Kopfschmerzen
  • Zittern
  • Vorübergehend geschrumpfter Penis, Unfähigkeit zur Errektion zu gelangen (Aufgrund Flüssigkeitmangels oder der Verengung der Blutgefäße, die Blutversorgung konzentriert sich auf das Überleben der wichtigsten Organe des Körpers)
  • Kreislaufversagen und Halluzinationen bei erhöhter Dosis
  • Depressive Verstimmung
  • Psychotische Symptome (Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Verfolgungswahn, Paranoia) bis hin zu einer lang anhaltenden Speedpsychiose
  • Unruhe, Nervosität

Ähnliche Wirkung = Bedenkenlos?

Obwohl beide Drogen auf den ersten Blick dieselben Wirkungen haben und daher harmlos in Kombination wirken, geschehen bei beiden ganz unterschiedliche Wirkungsmechanismen im Körper. So verursacht Speed eine vermehrte Freisetzung der Neurotransmitter Dopamin (Belohnungs-, Motivations- und Glückshormon) und Noradrenalin (der an der Steuerung des Appetits, der Steigerung des Bltudrucks, der Verengung der Blutgefäße u.a. beteiligt ist). Durch diese Freisetzung kommt es zu einer vermehrten Ausschütung von Adrenalin im Körper.

Kokain wirkt, wie Speed, auch auf das zentrale Nervensystem, setzt aber im Gegensatz zu Speed keine Botenstoffe (also die Neurotransmitter) frei, sondern verhindert deren Wiederaufnahme (vorallem des Dopamins). Beim Mischkonsum kann der hohe Neurotransmittergehalt im Gehirn also vorübergehend nicht abgebaut werden, was nicht nur den Kreislauf sehr belasten kann, sondern auch den Herzschlag und Blutdruck stärker und höher steigen lässt und den Sauerstoffbedarf des Herzens erhöht. Dies alles auf Kosten, das man länger und stärker drauf ist.

Die Gefahren von Kokain und Speed

  • Sehr starke Belastung des Herz-Kreislaufssystems
  • Beeinträchtigung der Atmung (Atmen fällt schwerer)
  • Bedrohliche Erhöhung von Herzschlag und Blutdruck
  • Sehr starke, teils langanhaltende Schmerzen in der Brust

Tipp: Die besten Nahrungsergänzungsmittel beim Konsum von Peps und Kokain, lest ihr hier. Zieht Gesundheits- und Sicherheitsbewusster und helft eurem Körper beim regenerieren!

Was ist ein Drogencocktail?

Werden drei oder gar noch mehr Substanzen miteinander gemischt und eingenommen, spricht man von einem Drogencocktail. Ein solcher Konsum ist unverantwortlich. Man setzt sich hiermit unkontrollierbaren Risiken aus und sollte also unter allen Umständen vermieden werden. Informiert für den Fall,  der Fälle eure Freunde oder Familie was ihr alles konsumiert habt. Dies wird den Rettungskräften sehr helfen und kann euer Leben retten. Dies gilt auch bei „normalen“ Mischkonsum!


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Quellen:

Mindzone.info 

Checkit.wien

Drogenkult.net

Mindzone.info #2

Checkit.wien #2

Gesundheit.gv.at

Drugcom.de

Neurolab.eu

Neurlab.eu #2

Drugscouts

Drugscouts #2

Netdoktor.de

Saferparty.ch

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