Kognitive Diskonnektion

Kognitive Diskonnektion (auch Unterbrechung des Bewusstseins, englisch Consciousness disconnection) ist die Erfahrung, dass man sich von seinem Identitätsgefühl, seinem Gedankenstrom und seinen allgemeinen kognitiven Prozessen distanziert und losgelöst fühlt. Dies führt zu Zuständen wie Depersonalisation, Derealisation, Gedächtnisunterdrückung, „Ego-Tod“ und einer allgemeinen Reihe von kognitiven Unterdrückungen. Diese Erfahrung kann auch eine breite Palette von subjektiven Veränderungen in der Wahrnehmung des eigenen Bewusstseins hervorrufen. Diese sind in der folgenden Liste beschrieben und dokumentiert:

  • Gefühl, als ob der eigene bewusste Gedankenstrom und die Erinnerungen nicht die eigenen sind
  • Gefühl, als ob die eigenen bewussten Gedankengänge weit entfernt und vage sind
  • Das Gefühl, als ob die bewussten Denkprozesse in ihrer Struktur oder ihrem Verhalten autonom und mechanisch geworden sind
  • Das Gefühl, dass die allgemeine Geschwindigkeit, Konnektivität und analytischen Fähigkeiten der kognitiven Fähigkeiten abnehmen

Die kognitive Abschaltung wird oft von anderen zeitgleichen Effekten begleitet, wie z.B. visuelle Abschaltung und taktile Abschaltung. Dies führt zu dem Gefühl, dass man sich teilweise oder ganz von seinen Sinneseindrücken und seinen bewussten Fähigkeiten abkoppelt. Dies ist ein nahezu universeller Effekt unter dem Einfluss moderater Dosen dissoziativer Substanzen, wie Ketamin, PCP und DXM.

Drogen, die diese Wirkung auslösen können:


Große Teile dieses Artikels sind direkte Übersetzungen aus dem PsychonautsWiki.

Ich berufe mich dabei auf die Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0 des Wikis, weshalb dieser Artikel auch darunter fällt.

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