Enthemmung

Enthemmung wird medizinisch als eine Hinwendung auf unmittelbare Befriedigung angesehen, die zu impulsivem Verhalten führt, das von aktuellen Gedanken, Gefühlen und äußeren Reizen getrieben wird, ohne Rücksicht auf vergangenes Gelernte oder die Berücksichtigung zukünftiger Konsequenzen. Dies äußert sich in der Regel durch Leichtfertigkeit, schlechte Risikoeinschätzung und Missachtung sozialer Konventionen.

Auf ihren niedrigeren Intensitätsstufen kann die Enthemmung es ermöglichen, emotionale Ängste und unterdrückte soziale Fähigkeiten in einer für den Durchschnittsmenschen moderierten und kontrollierbaren Weise zu überwinden. Dies kann sich oft als nützlich für diejenigen erweisen, die unter sozialer Angst oder einem allgemeinen Mangel an Selbstvertrauen leiden.

Bei höheren Intensitätsgraden kann das enthemmte Individuum jedoch völlig unfähig sein, irgendeinen Anschein von Selbstbeherrschung aufrechtzuerhalten, was auf Kosten von Höflichkeit, Sensibilität, sozialer Angemessenheit oder örtlichen Gesetzen und Vorschriften geht. Dieser Mangel an Zwang kann negativ, neutral oder positiv sein, je nach dem Individuum und seiner aktuellen Umgebung. Die negativen Folgen eines ungehemmten Verhaltens reichen von relativ harmlosen Folgen (z.B. sich selbst in Verlegenheit zu bringen) bis hin zu destruktiven und schädlichen Folgen (z.B. unter Einfluss fahren oder kriminelle Handlungen begehen).

Enthemmung wird oft von anderen, gleichzeitig wirkenden Effekten wie Amnesie und Angstunterdrückung begleitet, die die Einhaltung und Achtung sozialer Normen weiter verringern können. Sie wird am häufigsten unter dem Einfluss moderater Dosierungen von GABAergen Depressiva, wie Alkohol, Benzodiazepinen, Phenibut und GHB, induziert. Sie kann jedoch auch unter dem Einfluss bestimmter Stimulanzien, Entaktogene, und Dissoziantien auftreten.

Drogen, die diesen Effekt auslösen können:

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