Doppeltsehen

Doppeltsehen ist definiert als die Erfahrung, dass man etwas doppelt sieht, ähnlich wie beim Schielen mit den Augen. Je nach Intensität kann dieser Effekt zu einer verminderten Funktionsfähigkeit und zur Ausführung grundlegender Aufgaben führen, die den Einsatz des Sehvermögens erfordern.

Der Effekt kann leicht unterdrückt werden, indem ein Auge geschlossen wird. Dies deutet darauf hin, dass Doppeltsehen auftreten kann, wenn das Gehirn die von beiden Augen empfangenen Daten falsch übereinander legt, ohne die Informationen zu einem einzelnen dreidimensionalen Bild zusammenzufügen, wie es normalerweise im Alltag geschieht.

Dieser Effekt kann sich in den 3 verschiedenen Intensitätsstufen manifestieren, die im Folgenden beschrieben werden:

  • Subtil – Auf der niedrigsten Stufe ist das Doppeltsehen subtil und meist ignorierbar in einer Weise, die zwar offensichtlich vorhanden, aber noch nicht intensiv genug ist, um die Person unfähig zu machen, visuelle Details wahrzunehmen, die für Aufgaben wie das Lesen von Text oder das Überqueren einer belebten Straße notwendig sind.
  • Ausgeprägt – Auf dieser Stufe wird das Doppeltsehen intensiv genug, um zu extremen Schwierigkeiten bei der Durchführung von Aufgaben zu führen, die die Wahrnehmung feiner Details erfordern, wie z. B. das Lesen. Die Wahrnehmung von großen Details, wie z.B. der allgemeinen Umgebung, bleibt jedoch mit beiden geöffneten Augen leicht wahrnehmbar.
  • Intensiv – Auf der höchsten Stufe wird das Doppeltsehen so intensiv, dass die Person nicht mehr in der Lage ist, kleine und große visuelle Details ihrer Umgebung genau wahrzunehmen. Dies macht es erforderlich, dass die Person ein Auge ständig schließt, um wie im nüchternen Zustand funktionieren zu können.

Das Doppeltsehen wird oft von anderen zeitgleichen Effekten begleitet, wie z.B. der Unterdrückung der Sehschärfe und der Unterdrückung der Mustererkennung. Dieser Effekt wird am häufigsten unter dem Einfluss moderater Dosierungen von depressiven und dissoziativen Substanzen wie Alkohol, Quetiapin, Ketamin und DXM ausgelöst,[3] kann aber auch unter einer Vielzahl anderer Substanzen wie Halluzinogenen, Stimulanzien, Anticholingern, SSRIs, Opioiden, GABAergika und Cannabinoiden auftreten.

Beispielbilder

Drogen, die diese Wirkung auslösen können:


Große Teile dieses Artikels sind direkte Übersetzungen aus dem PsychonautsWiki.

Ich berufe mich dabei auf die Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0 des Wikis, weshalb dieser Artikel auch darunter fällt.

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