Zuletzt aktualisiert am 9. Oktober 2022 Die Suche nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus, SARS-CoV-2, oder nach einem Medikament zu dessen Heilung hat die Forscher traditionelle als auch weniger traditionelle Forschungswege beschreiten lassen.

Auf der Suche nach einem Heilmittel

Sie haben sich mit bestehenden Medikamentenkandidaten befasst, wie z.B. Remdesivir, das ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt wurde. In Deutschland basieren die ersten klinischen Studien für einen Coronavirus-Impfstoff auf einem Kandidaten, der für die Krebsimmunologie entwickelt wurde.

Eine Studie aus Frankreich deutet darauf hin, dass Nikotin – das typischerweise über den oft tödlichen Zeitvertreib des Rauchens aufgenommen wird – die Menschen vor dem neuartigen Coronavirus schützen könnte, das selbst eine potenziell tödliche Lungeninfektion darstellt.

Und jetzt gibt es erste Forschungsergebnisse aus Kanada, dass bestimmte Stämme der psychoaktiven Droge Cannabis auch die Resistenz gegen das Coronavirus erhöhen könnten. Wenn die Studie, die noch nicht begutachtet wurde, verifiziert werden kann, scheint es, dass Cannabis ähnlich wie Nikotin wirkt.

Wie bei der Erforschung der Wirkung von Nikotin auf das Coronavirus geht man davon aus, dass einige Cannabis-Stämme die Fähigkeit des Virus vermindern bzw. blockieren, in die Lunge zu gelangen, wo es sich festsetzt, vermehrt und sich weiterverbreitet.

Cannabis gegen das Coronavirus?

Wie jeder Virus braucht auch das Coronavirus eine Art „Einfallstor“ um in den menschlichen Wirt eindringen zu können. In diesem Zusammenhang liest man öfter von den Angiotensin-konvertierendes Enzym 2-Rezeptoren (kurz ACE2), an die das Coronavirus SARS-CoV-2 über sein Spike-Protein andockt.

In einem Artikel auf preprints.org, in dem Wissenschaftler Ergebnisse veröffentlichen können, die (noch) nicht von Fachleuten überprüft wurden, schreibt die Wissenschaftlerin Olga Kovalchuck und ihre Kollegen von der Universität Lethbridge, dass ihre speziell entwickelten Cannabis-Stämme das Eindringen des Virus in den menschlichen Körper wirksam verhindern.

Die Studie ist eine von vielen Arbeiten weltweit, die auf Preprint-Websites, einschließlich preprints.org, veröffentlicht wurden, um vorläufige Ergebnisse zu potenziellen COVID-19-Behandlungen zu verbreiten, die noch keiner strengen Peer-Review unterzogen werden müssen.

Laut der Studie soll die Cannabis-Substanz CBD genau dieses „Einfallstor“ schließen können. Im Gegensatz zum bekannten Tetrahydrocannabinol (THC) hat CBD keine psychoaktive Wirkung. Mediziner, die an Cannabis-basierten Medikamenten forschen, arbeiten mit CBD, das unter anderem Entzündungen hemmt.

Kovalchuck und ihr Team wiesen nun offenbar nach, dass CBD auch den ACE2-Rezeptor beeinflusst, sowie die Serinprotease TMPRSS2 reduziert, ein weiteres Enzym, über das das Coronavirus in den Körper eindringen kann.

Man wird weiere Tests und klinischen Studien abwarten müssen, die einen eventuellen therapeutischen Nutzen nachweisen, bevor sich gefreut werden kann.

Derweilen wissen die Forscher aus Kanda bereits, wie der Cannabis-Wirkstoff eingesetzt werden könnte: Sie schlagen vor, CBD in Mundspülungen zu verwenden.

 

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