Zuletzt aktualisiert am 13. August 2022

HU-210 ist ein synthethisches Cannabinoid. Es wurde 1988 von einer Gruppe von Wissenschaftlern um Professor Raphael Mechoulam erstmalig synthetisiert. Da synthethische Cannabinoide oftmals nach den Intialen ihrer Erfinder benannt werden, verdankt das HU-210 seinem Namen einer Hebräischen Universität (HU, bzw. Hebrew University) in Jerusalem.

HU-210 soll bedeutend potenter wirken wie natürliches Tetrahydrocannabinol (THC). Verschiedenen Quellen zufolge 100 bis 800 mal wirksamer. Gleichzeitig besitzt es eine deutlich längere Wirkungsdauer. HU-210 ist ein starkes Analgetikum (Schmerzmittel), mit vielen ähnlichen Wirkungen, wie beim herkömmlichen THC.

HU-210 ist das (–)-1,1-Dimethylheptyl-Analogon des 11-Hydroxy-Δ8-tetrahydrocannabinol und wird auch 1,1-Dimethylheptyl-11-hydroxytetrahydrocannabinol genannt.

Dosierung

Eine durchschnittliche Dosis von HU-210 liegt im Mikrogrammbereich (µg), wie es auch z.b. bei LSD der Fall ist.

Wenige µg geraucht in einer Kräuter/Tabakmischung reichen für ca. 6 bis 10 Stunden. Wird HU-210 oral konsumiert, sollte noch mal bedeutend geringer dosiert werden. Da es sich um ein synthethisches Cannabinoid handelt, liegen genaue Dosierungsangaben nicht vor.

Von der Einnahme wird daher abgeraten, zumal die Wirkung nicht nur extrem verstärkt auftritt, sondern auch länger. Langzeit oder Kurzzeitschäden sind ebenso unbekannt. Intensive Halluzinationen können auftreten, die bei bestimmten Menschen zu starken Angstgefühlen führen können. Ähnliches soll bei oralem Konsum von Cannabisprodukten wie Haschisch vorkommen.

Vorkommen

HU-210 wurde laut Angaben der United States Customs and Border Protection in Spice Gold nachgewiesen, das 2009 an der US-Grenze beschlagnahmt wurde. Zudem wurden im selben Jahr in drei weiteren Spice-Produkten HU-210 nachgewiesen.

In den unterschiedlichsten „Räuchermischungen“ wie AURA oder Blends etc. sind synthethische Cannabinoide enthalten, die sich wachsender Beliebtheit (auch in Deutschland freuen). Teilweise lassen oder liesen sich diese Substanzen ganz legal im Internet bestellen.

In der gefährlichen Droge Bonzai etwa soll sich kein HU-210 befinden, dafür andere „Legal Highs“, wie JWH 250, AB 001, oder 5 – F – MDMB -PINACA.

Meine Meinung: Drogen wird man nie komplett verbieten können (mal abgesehen von Kaffee, Tabak oder Alkohol!). Durch die stetig sich ausweitenden Substanzverbote, kommen immer mehr undurchsichtigere und gefährlichere Designerdrogen, bzw. heutzutage „Neue psychoaktive Substanzen“ genannt, auf den Markt. Diese bieten, im Gegensatz zu den „klassischen“ Drogen, keine bis kaum wissenschaftliche Langzeitfolgen oder richtige Dosiersungsangaben für Konsumenten.

Würde man alle Drogen legalisieren, könnten man den Schwarzmarkt von heute auf morgen zerschlagen und reine (und damit auch viel ungefährlichere) Drogen anbieten. Nicht zu Schweigen von den zusätzlichen Steuereinnahmen, die das mit sich bringen würden (ein sehr, sehr hoher Milliardenbetrag).

Aber das ist von der Politik nicht gewollt, fragt sich nur wieso?

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